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Ausbildung zum/zur staatlich geprüften Mathematisch-Technischen Assistenten/ Assistentin
Mathematisch-Technische Assistenten/-innen (MaTA) sind Datenverarbeitungsfachkräfte, die über eine fundierte mathematische Grundausbildung verfügen, womit sie an der Lösung programmier- und datenverarbeitungstechnischer Probleme arbeiten. Die Ausbildung zum MaTA an der Lichtenberg-Schule dauert ein Schuljahr und umfasst Anwendungsentwicklung, objektorientierte Sprachen, Netzwerke, System- und Datenbankdesign, Projektmanagement, numerische Mathematik sowie Betriebs- und Volkswirtschaftslehre. Voraussetzungen für Bewerber/-innen sind die Allgemeine Hochschulreife, am besten mit Leistungskurs Mathematik oder Informatik, die Bereitschaft und Fähigkeit zum selbständigen Arbeiten und Lernen, Spaß an Informatik, Mathematik und logischem Denken sowie ein hohes Maß an Eigeninitiative. Die Unterrichtszeit beträgt 27 Wochenstunden und verteilt sich auf die Fächer:
Ein vierwöchiges Praktikum gegen Ende des Ausbildungsgangs dient dazu, die erworbenen Kenntnisse und Fertigkeiten in der Praxis zur Anwendung zu bringen und erste Kontakte zu regionalen oder überregionalen IT-Unternehmen herzustellen. Weitere Informationen zum Praktikum finden sie hier. Die Ausbildung schließt mit einer Prüfung ab, die am Ende des Schuljahres stattfindet. Sie umfasst einen schriftlichen, einen praktischen und einen mündlichen Teil. Wer die Prüfung besteht, erwirbt die Berechtigung, die Berufsbezeichnung Staatlich geprüfte Mathematisch-Technische Assistentin/ Staatlich geprüfter Mathematisch-Technischer Assistent zu führen.
Weitere Informationen und Anmeldung bei:
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Eine persönliche Beratung kann zudem jederzeit über das Sekretariat vereinbart werden. Kontakt: Sekretariat der Georg-Christoph- Lichtenberg-Schule Telefon: 0561/940840
Programmiertechnik
Der Unterricht im Fach Programmiertechnik umfasst die Bereiche:
- Objektorientierter Programmentwurf
(Klassen, Interaktionen, Zustände, Methodik der objektorientierten Analyse)
- Quellcodeorganisation
(Schnittstellendefinitionen, Implementierung, Versionenkontrolle mit rcs, cvs oder arch)
- Werkzeuge der arbeitsteiligen Softwareproduktion und Dokumentation
(Verwenden von Compilern, Präprozessoren, Linkern, Dokumentieren und Automatisieren der Abhängigkeiten mit make, Dokumentationswerkzeuge, wie beispielsweise doxygen. Methoden, wie top-down, bottom-up oder refactoring)
- Standardalgorithmen
(Beispielsweise Suchverfahren, Graphenalgorithmen (backtracking))
- Parallelverarbeitung mit Synchronisationsmethoden und persistente Speicherung,
- Programme im Netz (
Datagramme und Datenströme, Server-Client-Konzept, Master-Slave-Konzept, Peer-to-Peer-Konzept, Entwicklung von Protokollen)
- Benutzerschnittstellen (Model- View-Konzept, Ereignissteuerung)
Programmiersprachen sind C++ und eine weitere Sprache
(Beispielsweise Perl, Scheme, Prolog oder Smalltalk. Java ist bereits aus dem Unterricht der Oberstufe bekannt). Der Unterricht findet projektorientiert statt.
Beispiel für ein simples Programmiertechnik-Projekt:
 Das Model-View-Control-Konzept wird derart umgesetzt, dass es ein Objekt Histogramm (Model) gibt, welches die Häufigkeitsverteilung der einzelnen Buchstaben eines Texts feststellt. Unabhängig davon wird eine grafische Oberfläche (View) erstellt, die die Daten für den Benutzer visualisiert. Das Model "weiß" hierbei nicht, dass es von einem View dargestellt wird.
EDV - Elektronische Datenverarbeitung und Allgemeine Informatik
Im Fach EDV werden grundlegende Konzepte der Informatik behandelt. Dabei werden zwei Schwerpunkte unterschieden, der Bereich der allgemeinen Informatik und der Bereich der Datenbankprogrammierung. Ausgewählte Themen sind: Speicherverwaltung, Prozessverwaltung, Dateisysteme, Netzwerkprotokolle, TCP/IP, Sound- und Videoverarbeitung sowie weiterführende Datenbankkonzeptionen.
Numerische Mathematik
Im Fach Numerische Mathematik geht es um mathematische Verfahren, mit denen sich bestimmte Probleme näherungsweise lösen lassen. Die Schulmathematik vermittelt den Lernenden häufig das Bild, dass die meisten mathematischen Probleme exakt gelöst werden können. Bei praktisch relevanten Problemstellungen ist dies jedoch häufig nicht möglich, deshalb nutzt man Verfahren der numerischen Mathematik, um diese Probleme mit ausreichender Genauigkeit näherungsweise zu lösen. Der Schwerpunkt des Faches Numerische Mathematik liegt in der sinnvollen Anwendung von numerischen Verfahren mithilfe von geeigneten Software-Werkzeugen. Computeralgebrasysteme, aber auch imperative Programmiersprachen, werden zur Implementierung und Anwendung von mathematischen Algorithmen intensiv genutzt. Die thematischen Schwerpunkte des Kurses sind: Numerische Verfahren zum Lösen von Gleichungen, Interpolationsverfahren, Numerische Verfahren zur Berechnung von Integralen, Matrizen und ihre Anwendungen, Numerische Verfahren zum Lösen von linearen Gleichungssystemen, Differentialgleichungen, Mathematische Modelle.
Vergleich verschidener Approximationen (Originalfunktion: Blau):

Wirtschaftswissenschaften
Das Fach Wirtschaftswissenschaften im MaTA- Ausbildungsgang soll ein vertieftes Verständnis für wirtschaftliche Sachverhalte, Zusammenhänge und deren Auswirkungen auf die berufliche und private Lebenswirklichkeit vermitteln. Es gliedert sich in einen volkswirtschaftlichen und einen betriebswirtschaftlichen Teilbereich.
Volkswirtschaftslehre:
- Wirtschaftliche Grundtatbestände
- Kreislaufmodelle
- Markt und Preisbildung
- Geld- und Wirtschaftspolitik
Betriebswirtschaftslehre:
- Buchführung/ Rechnungswesen
- Materialwirtschaft
- Produktionswirtschaft
- Absatzwirtschaft
- Unternehmensführung Rechtslehre: Handels- und Gesellschaftsrecht
- Vertragsrecht
- Datenschutzrecht
Digitalelektronik
Im Fach Digitalelektronik werden zum einen die Grundlagen für das Verständnis der Funktionsweise eines digitalen Computers gelegt. Zum anderen werden Anwendungen des Computers im technischen Bereich behandelt. Die Auswahl der Themen entspricht dem jetzigen Stand der Digitalelektronik. Grundlegende Neuentwicklungen, mit denen aufgrund der rasanten Entwicklung zu rechnen ist, sollen flexibel in das Curriculum integriert werden.
Themen:
- Einführung in die Elektrotechnik/ Elektronik
- Halbleiter
- Grundschaltungen der Digitalelektronik
- Halbleiterspeicher
- Grundlagen der Analogrechenschaltungen
- DA- und AD- Umsetzer
- Grundlagen der Regelungstechnik
- Fuzzi-Regelung
Beispiel eines Digital-Analog-Converters (DAC):

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