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Mehr Platz, Licht und Luft: Lichtenberg-Schule wird bis 2012 für 15 Millionen rundum erneuert
Kreis Kassel. Das neue Schuljahr wird den Schülern der Georg-Christoph-Lichtenberg-Schule im Kasseler Stadtteil Oberzwehren, dem einzigen Gymnasium des Landkreises, mehr abverlangen als nur fleißiges Lernen: Viele müssen mit ihren Klassen wandern, Lärm und Staub werden sie begleiten. Denn die Schule wird während des Unterrichts rundum erneuert. Erst 2012 soll alles fertig sein. „Eine Operation am offenen Herzen“, nennt das Schulleiter Helmut Dörr.

Dach trägt bald Musiksaal und weitere Räume: Wolfgang Schalles, Chef der Firma Kernbohrtechnik Schalles aus Fritzlar, bereitet mit einer Kernbohrung die Träger des Schulgebäudes für die zusätzliche Last vor. Fotos: Dilling
Allein dieses Jahr verbaut der Kreis 3,1 Millionen Euro, davon stammen nur 600 000 Euro aus dem Konjunkturprogramm des Landes für Wärmedämmungsmaßnahmen. Die Gesamtsanierung kostet rund 15 Millionen Euro.
Geräumiger, flexibler, energiesparender und luftiger soll das vor 40 Jahren gebaute und räumlich seit Jahren aus den Nähten platzende Gebäude nach der Sanierung sein. Die begann schon vergangenes Jahr mit dem Bau einer Mensa.
Auch äußerlich wird die Schule mit Ganztagsbetrieb ihr Gesicht verändern. Das Hauptgebäude soll um eine Etage aufgestockt werden. Dort wird unter anderem ein Musiksaal entstehen, dessen Decke aus dem Dach der Schule herausragen wird. Die alten, zu kleinen Musikräume werden für Theaterproben genutzt. In den Theatersaal ziehen die Lehrer ein, um auch mal in Ruhe den Unterricht vorbereiten zu können. Die Schüler erhalten auch mehr Platz: Sie bekommen vier weitere Klassenräume, die bestehenden werden deutlich vergrößert, die Deckenverkleidungen abgenommen, um mehr Höhe zu schaffen. Architekt Gerhard Greiner vom Kasseler Büro HHS, das das Projekt plant und umsetzt, lässt ein automatisches Lüftungssystem installieren, welches Kosten sparen und das Raumklima verbessern soll.
Durch den Ausbau des Kellers werden weitere 400 Quadratmeter gewonnen, die die Schüler zum ruhigen, selbstständigen Arbeiten nutzen sollen. Das sei eine „pfiffige Lösung“, sagt Dörr. Der Schulleiter lobt den Kreis für das Sanierungsprojekt. Das sei wichtig für die Zukunftsfähigkeit der Schule. Deshalb zeigten Schüler und Eltern auch viel Verständnis.
Der Kreis honoriere auch die gute pädagogische Arbeit des Gymnasiums, sagt Landrat Uwe Schmidt. Die Schule werde stark nachgefragt.
Von Peter Dilling
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